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Hand dreht an Heizkörperthermostat.

Welche Heizmethoden sind jetzt sinnvoll?

Die Gas – und Heizölpreise steigen, Versorgungsknappheit droht. Da in fast jeder zweiten Immobilie in Deutschland eine Gas- oder Ölheizung installiert ist, fragen sich aktuell zahlreiche Eigentümer, ob sie in ein anderes Heizsystem investieren sollten. Welche Heizmethode aktuell sinnvoll ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Überstürzen sollten Eigentümer nichts, informieren Sie sich lieber ausführlich.

Wie haben sich die Energiepreise entwickelt?

Die Preise für Gas, Heizöl und Strom sind im vergangenen Jahr drastisch angestiegen. Teilweise liegen die Energiepreise beim Dreifachen des Vorjahreszeitraums. Die Kilowattstunde Gas kostet aktuell rund 21 Cent. Im Oktober 2021 zahlte man noch 10 Cent weniger. Das Gute: Im September hatten die Gaspreise ihren aktuellen Höhepunkt, sodass sie seither wieder sinken. Die Preise für Heizöl sind ebenfalls gestiegen: Im März 2022 von 110 auf 204 Euro pro 100 Liter. Aber auch hier sind die Kosten wieder gesunken, auf 156 Euro / 100 Liter im Oktober.

Heizsysteme der Zukunft: Günstig, ökologisch – was ist sinnvoll?

Sofern die Anschaffungskosten amortisiert sind, sind vor allem all jene Heizsysteme günstig und ökologisch sinnvoll, bei denen man unabhängig von Versorgungsdienstleistern ist. Sprich: Heizsysteme, die auf erneuerbaren Energien basieren –  wie Wärmepumpe, Solarthermie und Pelletöfen (mit Einschränkung, da Holz zwar geringen Preisschwankungen unterliegt, aber dennoch extern bezogen werden muss). Wärmepumpen nutzen lediglich die Umgebungswärme, Solarthermie funktioniert einzig über die Sonnenenergie. Beides ist kostenlos.

Umrüstung: Was kostet sie und welcher Aufwand ist erforderlich?

Fossile Heizungssysteme sind zwar günstig in der Anschaffung, aber teuer im Betrieb. Zudem wird der Einbau nicht mehr gefördert. Wer auf eine neue Heizung umrüsten möchte, sollte sich daher für eine ökologische Alternative entscheiden:

  • Wärmepumpe: ca. 20.000 bis 35.000 Euro Anschaffungskosten, rund 2.000 Euro Betriebskosten pro Jahr
  • Holz-/Pelletheizung: ca. 20.000 bis 28.000 Euro Anschaffungskosten, ca. 1500 Euro Betriebskosten pro Jahr
  • Solarthermie*: ca. 3.000 bis 12.000 Euro Anschaffungskosten, ca. 100 Euro Betriebskosten pro Jahr

*In der Regel kann Solarthermie in der Heizperiode nur als Sekundärwärme genutzt werden, sodass ein weiteres Heizsystem (z. B. Pelletheizung) notwendig ist.

Wie hoch der Aufwand für die Installation ist, hängt auch immer von den Gegebenheiten ab. Für Wärmepumpen sind Erdbohrungen notwendig. Zudem ist bei älteren Bestandsimmobilien häufig eine Wärmedämmung notwendig, damit sich die Wärmepumpe lohnt. Bei der Pelletheizung könnte der Rauchabzug ein Problem sein, denn für den Betrieb ist ein Kamin erforderlich. Verfügt das Gebäude bereits über einen Kamin, ist die Installation der Heizung meist unkompliziert.

Fördermittel für Eigentümer in Niedersachsen

Eigentümer in Niedersachsen werden vor allem im Rahmen der „Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen” gefördert – für den Austausch der Heizung sowie für die Optimierung von Heizungsanlagen. Fördergeber ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Auch die Investitions- und Förderbank vergibt in Niedersachsen vergünstigte Kredite für den Einbau von erneuerbaren Energien. Darüber hinaus vergibt die KfW Fördermittel und Zuschüsse.

Sie haben weitere Fragen zum Thema oder wünschen eine individuelle Beratung? Wir von Schlösser Immobilien & Baufinanzierung sind gerne für Sie da!

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